Wohnungssuche in Central New Jersey

Das letzte Wochenende habe ich ausschließlich mit Wohnungssuche verbracht, genauso wie fast alle anderen Abende der Woche. Denn leider ist die Wohnungssuche in New Jersey eine echte Pein. Die Mieten sind generell astronomisch hoch, und hier im Umfeld von Princeton ist es wohl sogar noch mit am Schlimmsten. Durch die zwei Unis hier in der Nähe, und die große Zahl an Praktikanten (nicht nur die von Siemens), herrscht hier eine ziemlich starke Konkurrenz bei der Wohnungssuche. Man kann davon ausgehen, dass gute Angebote, die im Internet auf einschlägigen Seiten veröffentlich werden, bereits nach einem Tag, manchmal sogar schon nach Stunden weg sind.

Davon mal ganz abgesehen, bezahlt man hier teilweise für einen kleinen, unmöblierten Raum in einem Haus, das man sich entweder mit einer Familie oder 3 bis 4 anderen Stundenten/Interns teilt, von 550 Dollar an aufwärts. Und das ist wirklich das absolute Minimum. Die meisten Mieten liegen im Bereich von 650 bis 800 Dollar pro Monat, meistens noch zuzüglich der sogenannten „Utilities“, d.h. Waschmaschine, Küchenbenutzung, Fernsehen und Internet gehen alle nochmal extra.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten hier zu wohnen, beide haben Vor- und Nachteile: Entweder zur Untermiete bei einer Familie, oder in einem eignen (aber ebenfalls geteilten) Appartment.

Der Vorteil bei der Untermiete ist, dass man hier teilweise die Chance hat, wirklich ein möbliertes Zimmer zu bekommen, und die Miete meistens nur monatsweise bezahlen muss. Aber man muss sich natürlich auch mit seinem Vermieter arrangieren, denn man lebt unmittelbar mit ihm im zusammen.

Der Vorteil des Appartments ist, dass man hier sein eigener Herr ist, oftmals sogar ein eigenes Bad hat, und generell etwas freier ist. Die Appartment sind zudem in Anlagen organisiert, zu denen oft die Benutzung eines Tennisplatzes oder Schwimmbades dazu gehört. Aber: Für so ein Appartment muss man einen Mietvertrag unterschreiben, und das meistens für mindestens ein Jahr. Damit ist man dann verpflichtet selbst einen Nachmieter zu finden, oder man bleibt auf dem Vertrag sitzen. Außerdem will so ein Appartment auch erst mal eingerichtet werden, was natürlich auch erst mal Kosten verursacht.

Ich hatte zunächst erst einmal beide Möglichkeiten in Betracht gezogen, und bin also in der letzten Woche von Ponzius zu Pilatus gerannt (bzw. gefahren), um mir Mietobjekte anzuschauen. Das kostet viel Zeit, da man meistens schon 20-30 Minuten Fahrzeit rechnen muss. Ein größeres Problem als die Fahrzeit, ist aber die Suche nach den Objekten, und die Vereinbarung eines Besichtigungstermins. Die Internetseiten über die das alles funktioniert sind leider nicht wirklich komfortabel. Ich habe ja nun gerade eine Wohnungssuche in Deutschland hinter mir, und auch wenn wir da schnell Glück hatten, alleine die Art und Weise wie Wohnungen angeboten werden ist hier grundverschieden. So darf man zum Beispiel nicht erwarten, dass man großflächig Daten nach Postleitzahlen, oder Untermiete / Mietvertrag sortieren kann, sondern die Anzeigen sind meist zwei oder drei kurze dahin geschriebene Sätze, ohne Fotos (oder Fotos die dann nicht zutreffen), innerhalb derer die Daten nicht weiter durchsuchbar sind.

Ich habe also zahllose Anzeigen gecrawled, und letztendlich 15-20 Möglichkeiten ausgewählt die ich mir bis jetzt angeschaut habe. Bisher ohne großen Erfolg.

Aber… ich bleib dran. Was bleibt mir auch anderes übring *g*

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