Geschützt: Arbeiten bei SCR, Teil 1

Juni 26, 2008

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Geschützt: Koordinaten ;-)

Juni 25, 2008

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Private Artikel

Juni 25, 2008

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Tausche Hotelzimmer gegen Keller…?!?

Juni 16, 2008

Das war es, mein klimatisiertes, ruhiges, helles, wunderschönes Hotelzimmer *schnief*


(Kingsize Bett :) )

Tja, aber am Mittwoch den 11.06. war es so weit. Deadline. Meine Reservierung im schönen Holiday Inn lief aus. Verlängern war keine Option, da eine Nacht dort um die 150 Dollar gekostet hätte. Dieses Damokles Schwert schwebte nun schon seit 2 Wochen über mir, und mit jedem Tag der verging, ohne dass ich eine Bleibe hatte, wurde diese Drohung immer schlimmer.

Und es ist nicht so, dass ich mich nicht bemüht hätte. Ich glaube ich habe mir mehr Wohnungen, Apartments, vermietete Zimmer und WGs angeschaut als so ziemlich alle anderen meiner Mitinterns. Ein paar der anderen hatten wohl irrsinniges Glück, aber der Rest ist teilweise auch in Zimmer gezogen, die für mich nicht in Frage gekommen wären. Für manche Löcher die hier vermietet werden müsste man eher mir Geld zahlen, damit ich dort wohne, als anders rum.

Aber meine Rennerei war letztendlich zumindest nicht ganz umsonst. Am Ende konnte ich mich zwischen 3 Zimmern entscheiden, die alle mehr oder weniger akzeptabel waren.

Das erste war ein Dachgeschoss, schön möbliert, und bis vor kurzem von der Tochter der Vermieter bewohnt. Pluspunkte waren die Nähe zu Siemens (nur 5 Minuten mit dem Auto), eine wunderbar ruhige Lage, und die Möglichkeit einen Pool kostenlos mitzubenutzen. Mit der Hitze hier, war das Zimmer trotz Klimaanlage allerdings ziemlich warm, und die Netzstärke des WLANs dort oben war nur ziemlich schwach. Das ganze sollte 850 Dollar im Monat kosten, inklusive aller Nebenkosten.

Nummer 2 war ein Schlafzimmer, ebenfalls schön möbliert, im Haus eines Millionärs (Multimillionärs?). Dieses Haus hatte ALLES. Über ein Musikzimmer bis hin zum Haus eigenen Fitnessstudio, und ein Fernsehzimmer mit einem Flachbildschirm, der größer war als die Bilder der meisten Beamer, war alles vorhanden. Alles in Mahagoni und Designermöbel. Der Nachteil war, dass mein Zimmer ziemlich klein war, keinen eigenen Schreibtisch besaß, und es ziemlich weit weg von Siemens war (~25 Minuten). Zwar wurde gesagt, dass ich das ganze Haus mitbenutzen könnte, aber mit drei lärmenden Kindern und noch einem weiteren Untermieter war mir das nicht ganz geheuer. Außerdem drängte sich mir irgendwie die Frage auf, warum jemand der so viel Geld zu haben scheint, sein Haus teilweise vermietet. Kosten nach harten Verhandlungen 750 Dollar pro Monat, all inklusive.

Nummer 3 war ein Zimmer im Keller des Hauses einer Familie von der der Mann ebenfalls bei Siemens arbeitet. Zum Keller gehört auch noch ein Fernseh- und Spielzimmer, das ich zwar nicht für mich alleine habe, dass aber nur selten von der Familie benutzt wird. Dafür kann ich hier hinter mir die Tür zu machen, bin in meinem eigenen kleinen Reich und hab meine Ruhe. So dachte ich mir das zumindest. Das Zimmer kostet 550 Dollar im Monat, Wäsche waschen muss ich extra bezahlen. Zu Siemens sind es von hier aus 12 Minuten.

Nummer 1 habe ich schnell gestrichen, zwischen 2 und 3 habe ich lange überlegt. Da ich aber nicht vor habe in meinem Zimmer mehr Zeit zu verbringen als unbedingt nötig, brauchte ich weder nen riesen Fernseher, noch Designermöbel. Nur wenn ich dann abends nach Hause komme, will ich meine Ruhe haben, und eine Tür zwischen mir und dem Rest der Welt wissen :) Ja…. genau. Das hörte sich mehr nach Kellerloch an, und genau das ist es jetzt auch geworden.

100% glücklich damit bin ich nicht, da man das Trampeln über mir ganz schön hört, hier alle Wasserleitungen vorbei laufen, und direkt vor meinem winzigen Fenster die Klimaanlage steht. Ergo, wenn die Familie im Haus zu Gange ist, hat man hier unten eben leider nicht seine Ruhe. Aber, da ich wie gesagt morgens früh aus dem Haus gehe, und Abends spät Heim komme, kann ich bis jetzt ganz gut damit leben. Die 200$ + Benzingeld, dass ich dadurch pro Monat spare, kann ich dafür in andere Highlights investieren.

Trotz dem ich hier mit der Familie eigentlich direkt zusammen lebe, haben wir sozusagen getrennte Haushalte. Wir essen getrennt, kaufen getrennt ein, und haben getrennte Kühlschränke (meiner steht in der Garage *g*). Die Herrin des Hauses scheint das so zu wollen, und da ich die Küche jederzeit benutzen darf wenn sie frei ist, ist das auch absolut OK für mich.

Ich bin echt froh, nicht im Auto oder in nem billigen Motel schlafen zu müssen, und ich bin auch drum rum gekommen einen Mietvertrag zu unterschreiben, und ich musste keine Möbel kaufen. Die Hauptziele hab ich damit also halbwegs erreicht, und für New Jersey Studenten Verhältnisse hab ichs glaube ich nicht total schlecht getroffen.

Hier noch ein paar Bilder von meinem neuen Kellerreich :)


(KEIN Kingsizebett. Und durch die Begrenzungen oben und vor allem unten für mich langes Elend eigentlich zu kurz :( )


(Meine Schreibtischniesche ist leicht abgetrennt vom Schlafbereich, hier kommt man durch den Durchgang hin, den man im ersten Bild sieht.)


New York, Rio, Tokio…

Juni 13, 2008

Objective complete: Erstes Drittel erfolgreich abgeschlossen ;)

Heute war es endlich soweit: Der erste richtige Tag New York. CDS International, die Organisation über die ich mein Visum erhalten habe, hat alle Neuankömmlinge für heute (10.06.) nach New York zu einem Orientierungsmeeting eingeladen. Das beste an der ganzen Sache ist, dass wir dafür von Siemens den ganzen Tag frei bekommen haben *GGG*.

Also ging es früh am Morgen los. Unser Zug ging um 8:01 Uhr von Princeton aus. Kurz nach 9:00 Uhr waren wir dann mitten drin. New York City Penn Station. CDS International hat seinen Sitz am United Nations Plaza, direkt gegenüber von den Vereinten Nationen.

Riesige Wolkenkratzer wo hin man schaut. Die Gebäude sind so hoch, dass unten auf der Straße fast keine Sonne mehr ankommt. Und das ist nicht nur in einer Straße so, ganz Manhattan sieht so aus. Die Stadt ist einfach gewaltig. Selbst als Berliner kam ich mir hier klein vor.

Das nächste was man sieht wenn man sich um schaut ist mit Sicherheit das:

In Manhattan ist zu jeder Tages- und Nachtzeit Rushhour. Es gibt nicht eine Straße, in der kein absolutes Verkehrschaos herrscht. Zu dem schlimmsten Zeiten des Tages, regeln hier immer, trotz funktionierender Ampeln, Cops vom NYPD den Verkehr. Damit überhaut noch was geht, verbieten die dann auch mal spontan das Rechts- oder Linksabbiegen an einer Kreuzung um den puren Durchsatz an Fahrzeugen zu erhöhen. Da die Straßen hier absolut rechtwinklig und gerade verlaufen, macht es auch keinen großen Sinn zu versuchen irgendwo schneller voran zu kommen. Man steht eh überall gleich im Stau.

Ich war sehr froh, dass ich mit der U-Bahn unterwegs war. Voll war die zwar auch, aber wenn man es erst mal in einen Wagon geschafft hat, dann merkt man, dass diese stark klimatisiert sind, dadurch bleibt die Luft dort drin erträglich.

Am United Nations Plaza angekommen, erwartete uns die erste Überraschung. Dass wir an eine noble Adresse geladen waren, war mir ja klar, aber dass CDS im Gebäude und auf dem Grund und Boden der Deutschen Botschaft residierte war mir neu. Wir mussten uns also durchleuchten lassen, und wurden dann in ein Gebäude geführt, das irgendwie zur Botschaft dazugehört, das sogenannte „German House“.

Das Meeting bestand aus einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einführung in die Regeln und Gesetze in den USA, die uns während unseres Aufenthaltes betreffen würden. Danach, ging es hinauf ins Dachrestaurant der Botschaft, um in schwindelerregender Höhe unseren Lunch einzunehmen. Die Aussicht von dort oben war schon ein echter Hingucker:

Nach dem Lunch, war das offizielle Programm beendet, und wir zogen los um New York zu erobern. Von den Vereinten Nationen, am Crysler Building vorbei führte uns unser Weg zum Rockefeller Center, der berühmten Einkaufspassage, und gleichzeitig einer der höchsten für die Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude New Yorks. Stolze 20 Dollar kostet die Fahrt nach oben ins 68 Stockwerk. Aber das war mir dann auch egal, sie hätten so ziemlich alles verlangen können, dieser Blick ist unbezahlbar! Manhattan at its best:


(Blick nach Norden über den Central Park)


(Blick zur Südspitze Manhattans, und Empire State Building)

Dann ging es weiter zum Time Square, dem wohl berühmtesten Platz New Yorks, Ecke 42th Street / Fifth Avenue. Soviel bunte Reklame, Werbetafeln, überfüllte Geschäfte und Lärm hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Aber was thront natürlich unangefochten in die Mitte des Platzes…? Ja genau, ein Rekrutierungsbüro für die Amerikanischen Streitkräfte… typisch amerikanisch halt :) .

Von dort aus mit der U-Bahn zur Südspitze von Manhattan, zur Staten Island Ferry. Die Fähre ist mit einem normalen U-Bahn Ticket quasi kostenlos nutzbar, und fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei, und gewährt nebenbei noch willkommene Abkühlung durch den Fahrtwind auf dem Wasser. Heute waren hier nämlich teilweise wieder über 36 Grad.


(Südspitze Manhattans von der Staten Island Fähre aus)

Nach der kurzen Erholung auf See, hatte ich mich nun innerlich darauf gefasst gemacht, den Ort des ehemaligen World Trade Centers, den sogenannten „Ground Zero“ zu besuchen. Irgendwie war mir schon etwas mulmig zu Mute, ich weiß noch wie tief an diesem Tag der Schock über die Unglaublichkeit dieser Tat war. Dementsprechend erwartete ich irgendeine Art ruhiger, würdiger Trauerstäte.
Aber nein, nicht die Amerikaner. Da war nichts. Gar nichts. Außer einer lauten, riesigen, schmutzigen Baustelle. Nicht mal eine Art Gedenktafel. Nichts, was an das was passiert ist erinnert. Hätte ich nicht gedacht, dass hier so damit umgegangen wird. Anscheinend entspricht es eher der Mentalität hier eine solche Stätte nicht zu errichten, sondern gleich den sogenannten „Freedom Tower“ zu bauen, der 2012 an der Stelle des ehemaligen World Trade Centers stehen soll.


(Ground Zero)

Danach ging es zurück zur Penn Station und gen Heimat. Nach 12 Stunden auf den Beinen sein und über 6 Stunden davon durch die Gegend rennen war ich ziemlich geschafft. Zurück im Hotel habe ich dann durch die Nachrichten erfahren, dass kurz nach unserem Zug einige nachfolgende Züge gestrichen worden waren, da das schlimme Unwetter, was zur Zeit in anderen Teilen der USA für Überschwemmungen sorgt, wohl auch eine Sturmfront in Richtung New York geschickt hatte. Gott sei Dank war es aber dann doch nicht so schlimm wie befürchtet. Ein bisschen Regen und Gewitter, aber nichts gravierendes. Nochmal Glück gehabt.

Vielleicht fahre ich nächstes Wochenende gleich nochmal nach New York, denn es gibt noch viel mehr zu sehen…


Weekend Beaching

Juni 8, 2008

Das… das ist der Atlantik :) . Und zwar am Point Pleasant Beach. Da war ich heute *G*.

Nach einer arbeitsreichen Woche, stand nun mein erstes richtiges Wochenende ins Haus. Und natürlich wollte das gut genutzt sein. Eigentlich war mein Plan heute zum ersten Mal nach New York zu fahren. Aber… da machte mir wieder mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aber nicht so wie ihr jetzt wahrscheinlich denkt… denn diesmal regnete es nicht, nein es war HEIß. Und ich meine richtig HEIß. 36 Grad im Schatten, Mittags teilweise sogar mehr. In der Sonne in der Stadt ist es teilweise schon wirklich unangenehm, so dass man gerne zurück ins klimatisierte Hotel geht. Aber das konnte es ja nun auch nicht sein.

Die Alternative wäre mal wieder noch ein paar Zimmer anschauen, aber… meine Mitinterns hatten den Plan gemacht zum Strand zu fahren, und dort einen chilligen Nachmittag zu verbringen. Manchmal muss man eben Prioritäten setzten. Also New York gestrichen. Wohnungssuche gestrichen. Sachen zusammen gesammelt und auf den Weg zum Beach gemacht. Das sind gute 100 Kilometer von Princeton aus, also etwas mehr als eine Autostunde.

Aber es hat sich gelohnt. Baywatch feeling pur :) . Zwar ist das Wasser noch etwas kühl, aber dafür gab es nette Wellen. Und es waren auch tatsächlich „Lifeguards on Duty“, die da auf ihren Hochsitzen hocken und aufpassen, dass keiner absäuft. Was in Baywatch leider glaube ich nicht gezeigt wurde, sind die 7,50$ mit denen wir die Rettungsschwimmer finanzieren „durften“, um den Strand zu besuchen. Ob das in Malibu auch so ist?

Um 17:30 Uhr haben die Rettungsschwimmer dann Feierabend, aber leider war es nicht Casey Jean („C. J.“) Parker (aka Pamela Anderson), die mich aus dem Wasser scheuchte, sondern ein unangenehmer Typ mit Trillerpfeife. Ohne die Rettungsschwimmer, ist das Baden dort nämlich untersagt :( .

Nach einem entspannten Tag am Strand, haben wir uns dann Abends nochmal in Princeton auf ein Bierchen getroffen. Alles in allem ein wirklich schöner Tag. Morgen (Sonntag), schaue ich mir Nachmittags den Uni Campus in Princton an.

Point Pleasant Beach: Größere Kartenansicht (Google Maps)


Schon eine Woche Amerika

Juni 8, 2008

Schon fast eine ganze Woche bin ich nun hier, und mir kommt es trotzdem so vor, als hätte ich noch nicht mal Zeit gehabt richtig Luft zu holen. Aber heute Abend (4.6.) regnet und stürmt es hier furchtbar, und zwar so schlimm, dass selbst die Schnellstraßen und Highways teilweise unter Wasser stehen.

Ich war noch unterwegs auf Wohnungssuche, aber auf dem Heimweg, dachte ich teilweise schon, dass mir gleich das Wasser zur Tür reinläuft im Auto. Deshalb sind alle weiteren Pläne für heute buchstäblich ins Wasser gefallen, und ich bin froh im Hotel bleiben zu können, und eine Auszeit zu nehmen.


„We’re not gonna take it… NO, we ain’t gonna take it… anymore!“

Juni 4, 2008

Jup, mir wurde klar: So läuft das hier nicht weiter. Ich kam nicht wirklich voran. Nach nem vollen Arbeitstag, ist nicht mehr viel Zeit, um groß durch die Gegend zu fahren, und sich Wohnungen anzugucken, und Stunden lange Internetrecherche ist auch nicht mehr drin. Mein Vorgehen mußte also effizienter und wo möglich auch radikaler werden. Deshalb hat das Budget- und Reiseverwaltungskomitee bestehend aus mir, mir und mir kurzer Hand einstimmig folgendes beschlossen:

1. Anschaffung eines eigenen GPS Navigationsgerätes – GENEHMIGT

2. Anschaffung einer US SIM Karte und Begleichung der damit verbundenen Kosten — GENEHMIGT

3. Neuorientierung bei der Wohnungssuche auf die Kategorie von 700-850 Dollar — Zähne knirschend… aber GENEHMIGT

Das heißt also, ich habe aufgerüstet von Kartennavigation zu GPS. Wenn man sich nicht auskennt, alleine unterwegs ist ohne Beifahrer, und in den letzten Löchern und Winkeln nach Wohnungen suchen muss, erspart einem das enorm viel Zeit und Nerven. Ich bin nun also der stolze Besitzer eines TomTom, gekauft im hiesigen Media Markt Namens BestBuy. Kostenpunkt $217. Davon aber jeden einzelnen Cent wert.

Außerdem habe ich jetzt eine US SIM Karte, mit der ich zu halbwegs vernünftigen Preisen hier lokal telefonieren kann. Das Irre ist, ihr braucht nicht etwa glauben, dass man diese Karte hier einfach so bekommt… nein weit gefehlt. Eine SIM Karte bekommt man hier nur und ausschließlich, wenn man auch ein Handy kauft. Also hab ich mir das billigste Handy im BestBuy geschnappt und dazu eine Airtime Karte von At&t. Das Handy liegt jetzt zwar rum aber wenigsten kann ich jetzt telefonieren, was das Vereinbaren von Besichtigungsterminen enorm vereinfacht. Kostenpunkt $53.

Und die Hoffnung auf einen Glückstreffer bei der Wohnungssuche hab ich mittlerweile aufgegeben. Ich werde mich jetzt auf die gehobeneren Angebote konzentrieren, da nichts von dem anderen Kram den ich mir bis jetzt angeschaut habe auch nur entfernt nach meinen Maßstäben bewohnbar gewesen wäre. Kostenpunkt: Rechnet man mit 250 Dollar mehr Miete pro Monat als bis jetzt geplant, macht das satte 1000 Dollar für 4 Monate. Da geht er hin der Urlaub, und der erträumte Besuch in Florida und Miami. Aber es hilft nichts, ich will eben auch nicht in einem Drecksloch schlafen.


Wohnungssuche in Central New Jersey

Juni 4, 2008

Das letzte Wochenende habe ich ausschließlich mit Wohnungssuche verbracht, genauso wie fast alle anderen Abende der Woche. Denn leider ist die Wohnungssuche in New Jersey eine echte Pein. Die Mieten sind generell astronomisch hoch, und hier im Umfeld von Princeton ist es wohl sogar noch mit am Schlimmsten. Durch die zwei Unis hier in der Nähe, und die große Zahl an Praktikanten (nicht nur die von Siemens), herrscht hier eine ziemlich starke Konkurrenz bei der Wohnungssuche. Man kann davon ausgehen, dass gute Angebote, die im Internet auf einschlägigen Seiten veröffentlich werden, bereits nach einem Tag, manchmal sogar schon nach Stunden weg sind.

Davon mal ganz abgesehen, bezahlt man hier teilweise für einen kleinen, unmöblierten Raum in einem Haus, das man sich entweder mit einer Familie oder 3 bis 4 anderen Stundenten/Interns teilt, von 550 Dollar an aufwärts. Und das ist wirklich das absolute Minimum. Die meisten Mieten liegen im Bereich von 650 bis 800 Dollar pro Monat, meistens noch zuzüglich der sogenannten „Utilities“, d.h. Waschmaschine, Küchenbenutzung, Fernsehen und Internet gehen alle nochmal extra.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten hier zu wohnen, beide haben Vor- und Nachteile: Entweder zur Untermiete bei einer Familie, oder in einem eignen (aber ebenfalls geteilten) Appartment.

Der Vorteil bei der Untermiete ist, dass man hier teilweise die Chance hat, wirklich ein möbliertes Zimmer zu bekommen, und die Miete meistens nur monatsweise bezahlen muss. Aber man muss sich natürlich auch mit seinem Vermieter arrangieren, denn man lebt unmittelbar mit ihm im zusammen.

Der Vorteil des Appartments ist, dass man hier sein eigener Herr ist, oftmals sogar ein eigenes Bad hat, und generell etwas freier ist. Die Appartment sind zudem in Anlagen organisiert, zu denen oft die Benutzung eines Tennisplatzes oder Schwimmbades dazu gehört. Aber: Für so ein Appartment muss man einen Mietvertrag unterschreiben, und das meistens für mindestens ein Jahr. Damit ist man dann verpflichtet selbst einen Nachmieter zu finden, oder man bleibt auf dem Vertrag sitzen. Außerdem will so ein Appartment auch erst mal eingerichtet werden, was natürlich auch erst mal Kosten verursacht.

Ich hatte zunächst erst einmal beide Möglichkeiten in Betracht gezogen, und bin also in der letzten Woche von Ponzius zu Pilatus gerannt (bzw. gefahren), um mir Mietobjekte anzuschauen. Das kostet viel Zeit, da man meistens schon 20-30 Minuten Fahrzeit rechnen muss. Ein größeres Problem als die Fahrzeit, ist aber die Suche nach den Objekten, und die Vereinbarung eines Besichtigungstermins. Die Internetseiten über die das alles funktioniert sind leider nicht wirklich komfortabel. Ich habe ja nun gerade eine Wohnungssuche in Deutschland hinter mir, und auch wenn wir da schnell Glück hatten, alleine die Art und Weise wie Wohnungen angeboten werden ist hier grundverschieden. So darf man zum Beispiel nicht erwarten, dass man großflächig Daten nach Postleitzahlen, oder Untermiete / Mietvertrag sortieren kann, sondern die Anzeigen sind meist zwei oder drei kurze dahin geschriebene Sätze, ohne Fotos (oder Fotos die dann nicht zutreffen), innerhalb derer die Daten nicht weiter durchsuchbar sind.

Ich habe also zahllose Anzeigen gecrawled, und letztendlich 15-20 Möglichkeiten ausgewählt die ich mir bis jetzt angeschaut habe. Bisher ohne großen Erfolg.

Aber… ich bleib dran. Was bleibt mir auch anderes übring *g*


Princeton

Juni 1, 2008

30.05.

Princeton ist ein kleines, nettes und sauberes Studentenstädtchen. Es gibt eine kleine Innenstadt, in deren Zentrum die Hauptgebäude der Universität liegen, die übrigens ziemlich alt zu sein scheinen. Teilweise kam ich mir sogar ein bisschen vor wie in Oxford. Es gibt nette kleine Straßen in denen ein Cafe nach dem anderen kommt, wo man draußen sitzen und die Sonne genießen kann.

Etwas außerhalb von Princeton Downtown beginnt dann die Wohngegend. Ein Haus am nächsten. Alle haben eine Einfahrt oder Garage, einen kleinen Vorgarten, und irgendwie sehen sie alle ziemlich gleich aus. Eben dieser typische amerikanische Reihenhäuschen Stil. Alles sehr sauber und aufgeräumt, es ist schon fast ein bisschen spießig hier. Man lebt „den amerikanischen Traum“.

Mit der Besichtigung Princetons habe ich den Rest des Tages verbracht. Abends hab ich mich dann noch an den Carnegie Lake gesetzt und den Tag ausklingen lassen.

(Ruderhaus der Princeton University am Carnegie Lake)