Wie es ist die Welt zu bereisen…

September 24, 2008

…weiß man erst wenn man es selbst gemacht hat! Keine Berichte, Fotos oder Videos sind auch nur annähernd damit zu vergleichen etwas selbst mit eigenen Augen gesehen zu haben. Es ist unbeschreiblich. Unser Trip war der absolute Wahnsinn :)

9 Tage waren wir unterwegs. 3 Tage Las Vegas, 2 Tage Los Angeles, 1 Tag Kalifornien Road Trip und 3 Tage San Francisco. Ich werde es nicht schaffen alles aufzuzählen was wir gemacht und gesehen haben, aber ich will wenigstens versuchen ein paar Eindrücke zu vermitteln von dem, was wir erlebt haben:

Mittwochnachmittag geht’s los. Morgens noch bei Siemens, und abends schon in Las Vegas. Dank Flug mit der Sonne, waren wir pünktlich um 18:00 Uhr an der Straße, der Straßen: Las Vegas Boulevard, better known as „The Strip„!

Las Vegas ist… unglaublich. Die Stadt pulsiert. Tag und Nacht, soweit man überhaupt von Nacht sprechen kann. In Las Vegas gibt es so ziemlich alles. Und ganz bestimmt alles was viel Geld kostet. Und was sie dort nicht haben, das bauen sie sich eben nach. So zum Beispiel den Eifelturm, die Freiheitstatue, die Brooklyn Bridge, den Grand Canal von Venedig oder die Altstadt von Paris :P (absolut irre diese Amerikaner…) Ich hab noch nie zuvor so viele Lamborghinis, Ferraris, Rolls Royce und Limousinen aller Art gesehen wie hier. Las Vegas protzt. In jeder Hinsicht. Mit Geld und Luxus und maßloser Verschwendung. Und es macht dich glauben, dass du ein Teil davon sein kannst. Vielleicht nur diesen einen kleinen Schritt ins Casino davon entfernt. Mit diesem Flair hat es für mich mehr Amerika symbolisiert, als jede andere Stadt, selbst mehr als New York.

Aber es kam natürlich wie es kommen musste :) . Schließlich wollte ich mir das „Busted in Vegas“ ja auch wirklich verdienen *g*. Und wenn schon denn dann: Kein anderes Casino sollte es sein, als das weltberühmte Bellagio. Die erste, teuerste und wohl beste Adresse am Strip. Und ja… Mal verliert man halt, und manchmal gewinnen eben die Anderen :P . Jupp, wir haben gezockt. Poker (Cashgames und Tournament), Black Jack und Roulette. Und natürlich die alles fressenden einarmigen Banditen. Aber es war eben wie mit allem, man weiß nie wann man Schluss machen sollte… und so ging mein anfänglicher Gewinn langsam aber stetig den Weg der größeren Wahrscheinlichkeit, was mit wachsender Spieldauer leider immer den Tresor des Casinos bedeutet :P . Aber es war es wert. Dieses Vergnügen und diesen Kick einmal erlebt zu haben war weit mehr wert, als die ~150$ die ich an den 3 Abenden verspielt habe :) .

Gründlich Pleite, ging es am Samstagmorgen dann weiter nach Los Angeles. Mann von Welt fliegt, auch wenn’s nur 45 Minuten sind :P . Dort haben wir uns dann mit Torsten und Jennifer getroffen, dass sind Freunde von Michael. Unser Hotel in LA war in mitten in Hollywood… direkt am „Walk of Fame“. Der Stern von Elvis war sozusagen vor unserer Haustür :D .

In LA haben wir uns ganz Touri like eine Tour durch die Welt der Schönen und Reichen gegeben, eine Tour durch Beverly Hills und Bel Air, und zu den Anwesen der Stars. 80 Millionen für ein Fleckchen Erde sind schon ein gewisses Sümmchen, selbst für die eine oder andere Celebrity. Aber wenn man hier wohnen will, sollte man eben besser das entsprechende Taschengeld dafür aufbringen können. Denn es gehört natürlich zum guten Stil, dass wenn Star X besagtes Flecken Erde von Star Y für 80 Million Dollar kauft, dass er dann als erste Amtshandlung natürlich die 20 Millionen Dollar Villa die er mit gekauft hat erst mal platt macht, und seine eigene, neue auf diesem Fleckchen Erde baut, die natürlich mindestens 25 Millionen Dollar kosten muss. Ich meine kann ja nicht angehen, dass man im gleichen Haus lebt wie sein Vorgänger… No Way!

So viel dazu *g*. Am Rodeo Drive (das ist da wo „Pretty Woman“ shoppen geht) war ich dann noch in einem der größten und exquisitesten Armani Stores der Welt. Die haben mich zwar angeschaut wie ein Auto, aber davon hab ich mich nicht stören lassen *g*. Ich hab mir die Herren Abteilung zeigen lassen, und Anzugsmodelle für viele tausend Dollar bewundert. Und nein.. sie haben mich nicht rausgeworfen *g*.

Außerdem waren wir während unseres Aufenthalts in LA noch in Santa Monica, am Muscle Beach und natürlich in Studio City, bei den Universal Studios.

Und dann ging’s auch schon weiter, diesmal mit dem Auto. Die Küste von Kalifornien entlang nach Norden, gen San Francisco. Auf dem Weg sind wir durch Malibu gefahren, und haben den „Baywatch Beach“ bewundert. Leider hatte ich auch diesmal wieder Pech! C. J. Parker war wieder nicht „on duty“. *seufz* „Baby es hätte wohl eh nie was mit uns werden können…“

Außerdem haben wir unterwegs noch Halt gemacht in Santa Barbara. Wenn es einen Ort gibt, an dem Gott Urlaub macht, dann ist es wohl hier. Weiser Sandstrand Meilen weit, eine schön urige Altstadt und umgeben von Hügeln mit Weinbergen, auf denen der gute kalifornische Wein reift. Leider hatten wir nur wenige Stunden, um hier zu verweilen, weil wir es bis abends nach San Francisco geschafft haben müssten. Die Küstenstraße die wir entlang gefahren sind war selbst auch schon eine Sehenswürdigkeit. Hätten wir mehr Zeit gehabt, hätte man hier alle paar Meilen anhalten können, um diese Aussicht oder jene Bucht zu bewundern.

In San Francisco haben wir dann ordentlich Fersengeld bezahlt. Die Stadt an sich ist riesig, aber der berühmte Teil mit den Hügeln, ist gar nicht soo groß. Nur ungefähr 7 Meilen breit, und vielleicht 20 lang. Gar nicht mal so viel… aber verdammt viel wenn man zu Fuß unterwegs ist *g*.

China Town, Little Italy, und natürlich den Hafen, mit dem Fishermens Wharf. Ich hab noch nirgendwo so viel Essen gesehen, dass mich noch anschaut, wenn es auf meinen Teller kommt. San Francisco ist anders als die anderen Großstädte in denen ich bisher war. Es ist irgendwie ruhiger. Alles scheint etwas weiter weg zu sein vom amerikanischen High Life, ganz besonders im Vergleich zu Las Vegas oder Hollywood.

Natürlich haben wir uns auch San Francisco Wahrzeichen, die Golden Gate Bridge angeschaut. Und nicht nur das, „We biked the bridge“. Im Klartext man mietet sich ein Fahrrad, und fährt damit über diese elend lange Brücke, und macht eine anschließende Fahrrad Tour auf die andere Seite der Bucht, nach Sausalito, und genießt von dort den tollen Blick auf die Stadt.

Und dann war unsere Zeit auch schon um. Michael und Tobi flogen beide schon am Donnerstagmorgen zurück. Ich dagegen blieb noch den kompletten Donnerstag in SF, mein Flug ging erst um 01:00 Uhr Nachts. So hatte ich quasi noch einen Tag mehr, den ich mit Cable Car fahren, einer Besichtigung des Hafens, und dem Beobachten von Wellenreitern verbracht habe.

Mein Schlafpensum während des Trips hat extrem gelitten. Da ich natürlich auch überall das Nightlife gebührend mitnehmen musste, hatte ich ein ordentliches Schlafdefizit angehäuft. Und der Rückflug über Nacht hat die Sache nicht grade besser gemacht, schlafen am Gangplatz sucked einfach mal… Und so kam es, dass ich zurück in New Jersey erst mal 17 Stunden am Stück geschlafen hab.

Total fertig… aber absolut happy :)


„Vegas Baby!“

August 11, 2008

Jap, so ist es. Meiner einer wird sich in die Stadt der maßlosen Spielsucht begeben und wahrscheinlich Haus und Hof beim Poker und Black Jack verlieren :) . Am 27. August geht mein Flieger. Dank einer Woche (bezahltem!) Urlaub von Siemens, wird mein Traum vom West Coast Trip Wirklichkeit. Bis zum 30. August sind wir in Las Vegas, dann gehts mit dem Flieger weiter nach Los Angeles und Hollywood. Dort treffen wir uns mit Bekannten von einem meiner Mitinterns und fahren dann mit dem Auto gemeinsam am 1. September über Santa Barbara nach San Francisco, wo wir wahrscheinlich bis zum 4. September bleiben, eventuell sogar noch etwas länger (wenn ich in Vegas genug gewinne :P ).
Ich bin total happy, dass dieser Trip so noch klappt. Michael (besagter Mitintern) begleitet mich, und in Las Vegas treffen wir noch Tobi, einen Kumpel von Michael, der aus Deutschland anreist. Demnächst gibts hoffentlich also Bilder aus dem schönen Californien!

Ansonsten hat uns das schöne Wetter hier in den letzten Tagen leider etwas verlassen. Und wahrscheinlich ist deshalb auch passiert, was eigentlich passieren mußte, wenn ein Haufen Computer Nerds ihre Freizeit miteinander verbringen… Richtig, wir sind dem „CounterStrikeRevival“ Ruf erlegen, und zocken nun Abends, Nachts, in der Mittagspause (… *g*) die guten alten Spiele von damals :)

Und es gibt noch eine Neuigkeit: Um es CounterStrike Style zu sagen:

David: „Go Go Go“, „Fire in the hole!“, „Need backup!“
Chrissi: „Affirmative!“, „Roger that!“

Der Chrissi hat beschlossen mich besuchen zu kommen! Yay! Und wird vielleicht sogar von meiner Schwester unterstützt. Und um die Reisepläne zu komplettieren, planen wir noch einen Trip zu den Niagara Fällen, und eventuell zum Abschluss noch einen „Cruise“ über den Ocean Drive in Miami!

Ohhhhhh yeah, das wärs! God bless Amerika! :P


(Miami Beach, Foto von Pierre Schmidt, Siemens Intern)


*Ping*

Juli 17, 2008

Nein… das ist leider nicht wie versprochen die Fortsetzung meines kleinen Berichts über die Arbeit bei Siemens. Da mein Leben in den letzten Wochen ziemlich durchgeschüttelt wurde, hat Siemens vorerst noch mal Glück gehabt, denn ich hatte wenig Muse um am Blog weiter zu schreiben.

Aber ich bin noch voll am Leben, und hab mich erst mal Hals über Kopf in jede Menge Action gestürzt. Inzwischen war ich in:

1. Washington DC
und habe dort vor dem Weißen Haus gegen Bush demonstriert! Wie sich das für jeden anständigen Links orientierten Studenten gehört. Jawoll JA!

2. Boston
Dort bin ich auf dem Freedom Trail gewandelt, und habe die Geschichte der amerikanischen Unabhängigkeit hautnah nachvollzogen. Und ja, in Ordnung, sie haben mich davon überzeugt, dass es Abschnitte in der Geschichte dieses Landes gibt, auf die man zurecht Stolz sein kann…. aber… so Stolz? Vor allem die Verehrung der frühen Präsidenten ähnelt hier meiner Meinung nach teilweise schon fast eher Vergötterung. Hätte ich nicht gewusst wo ich war, hätte ich gedacht ich sei auf der Akropolis und Zeus schaut auf mich herab…


(Washington DC: Lincoln Memorial)

3. Cambridge (bei Boston)
Dort befindet sich die weltberühmte Harvard University. Der Hof war ja ganz nett, aber für 300.000 Dollar pro Semester hatte ich irgendwie mehr erwartet. Der Campus der FU ist auch nett… für 0 Dollar pro Semester (auf dass es so bleibe!!). Und ich muss ihn mir nicht mit mehreren hundert lärmenden Touristen teilen, die jeden Morgen in Bussen ankommen um meine Uni zu besichtigen. In diesem Sinne: Mitleid mit den armen Harvard Studis, und ein Hoch auf die FU. Harvard mag berühmt und anerkannt sein, und die Lehre dort Weltklasse… aber meine FU… die ROCKT einfach :P
Viel interessanter und beeindruckender war da schon das MIT. Für Unwissende: das „Massachusetts Institute of Technology“, eine der führenden und besten Universitäten für Forschung und Entwicklung im Hightech Bereich.
Zugegeben, auf den ersten Blick war das MIT lediglich beeindruckend hässlich. Der Großteil vom MIT sieht aus wie eine heruntergekommene Plattenbausiedlung in Marzahn. Aber das Innenleben ist der Wahnsinn. Endlose Labore, Rechenzentren und Werkstätten. Alles vom Feinsten. Ich glaube es gibt nichts, dass man dort nicht bauen oder zumindest Prototypen könnte. Über Supercomputer, Robotter, Autos, Schiffe und Flugzeuge. Gebaut haben die davon schon alles. Nicht umsonst gingen bisher über 50 Nobelpreise und zahllose weitere Forschungsauszeichnungen an Studierende vom MIT. Diese Universität hat mich begeistert. Wenn ich noch einmal die Chance hätte zu studieren, würde ich alles dafür geben ans MIT gehen zu dürfen… irgendwie. Ok ok, ich hör ja schon auf… aber man wird ja nochmal träumen dürfen :)

4. NYC: Bon Jovi
Zur „Entspannung“ bin ich dann am Samstag mal wieder „nur bis nach New York“ gefahren und habe mit ~100.000 anderen Irren dicht gedrängt im Central Park dem kostenlosen Abschlusskonzert von Bon Jovi’s Welttournee gelauscht. Es wars wert.
Nach dem Konzert sind wir dann noch durch die „Stadt-die-niemals-schläft-in-der-um-2:00-aber-alles-zu-macht“ gezogen. Man sollte es nicht glauben, aber selbst in der 12 Millionen Stadt New York, direkt in Zentrum von Manhattan, machen selbst am Wochenende um 02:00 Uhr einige Bars gnadenlos dicht. Egal wie voll der Laden grad ist, man wird aufgefordert seinen Drink zu beenden und zu gehen. Musik aus, helles Licht an, und Rausschmiss. Ist uns zwei Mal passiert. Die kennen da nix. Draußen sitzen ist sogar noch schwieriger. Ab 12:00 Uhr ist das wohl nicht mehr überall zulässig, so dass viele der netten Bars dann nur noch Plätze drinnen anbieten.
Aber wir haben uns nicht unterkriegen lassen, und uns trotzdem wacker von einer Bar in die nächste geschlagen, bis ichs dann zur sportlichen Zeit von 6:30 Uhr morgens in mein Bett zurück geschafft hatte.

5. Kommendes Wochenende
will ich ganz in den Süden von New Jersey fahren und dort Wale beobachten. Angeblich ist dafür gerade DIE Zeit, und es gibt viele kleine Bootsunternehmen die Touren für das sogenannte „Whale Watching“ anbieten. Mit etwas Glück kann ich also vielleicht ein Foto vom berühmten „springenden Wal“ machen :) .

So long, euer David.


(Abend in Boston am Charles River)


Geschützt: Arbeiten bei SCR, Teil 1

Juni 26, 2008

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Geschützt: Koordinaten ;-)

Juni 25, 2008

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Private Artikel

Juni 25, 2008

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Einige Artikel werde ich nur in diesem Bereich veröffentlichen. Das Passwort verschicke ich per Email. Ihr könnt es untereinander natürlich weitergeben, oder mir eine Email an DavidSeelbinder@web.de schreiben, wenn ich jemanden vergessen haben sollte.


Tausche Hotelzimmer gegen Keller…?!?

Juni 16, 2008

Das war es, mein klimatisiertes, ruhiges, helles, wunderschönes Hotelzimmer *schnief*


(Kingsize Bett :) )

Tja, aber am Mittwoch den 11.06. war es so weit. Deadline. Meine Reservierung im schönen Holiday Inn lief aus. Verlängern war keine Option, da eine Nacht dort um die 150 Dollar gekostet hätte. Dieses Damokles Schwert schwebte nun schon seit 2 Wochen über mir, und mit jedem Tag der verging, ohne dass ich eine Bleibe hatte, wurde diese Drohung immer schlimmer.

Und es ist nicht so, dass ich mich nicht bemüht hätte. Ich glaube ich habe mir mehr Wohnungen, Apartments, vermietete Zimmer und WGs angeschaut als so ziemlich alle anderen meiner Mitinterns. Ein paar der anderen hatten wohl irrsinniges Glück, aber der Rest ist teilweise auch in Zimmer gezogen, die für mich nicht in Frage gekommen wären. Für manche Löcher die hier vermietet werden müsste man eher mir Geld zahlen, damit ich dort wohne, als anders rum.

Aber meine Rennerei war letztendlich zumindest nicht ganz umsonst. Am Ende konnte ich mich zwischen 3 Zimmern entscheiden, die alle mehr oder weniger akzeptabel waren.

Das erste war ein Dachgeschoss, schön möbliert, und bis vor kurzem von der Tochter der Vermieter bewohnt. Pluspunkte waren die Nähe zu Siemens (nur 5 Minuten mit dem Auto), eine wunderbar ruhige Lage, und die Möglichkeit einen Pool kostenlos mitzubenutzen. Mit der Hitze hier, war das Zimmer trotz Klimaanlage allerdings ziemlich warm, und die Netzstärke des WLANs dort oben war nur ziemlich schwach. Das ganze sollte 850 Dollar im Monat kosten, inklusive aller Nebenkosten.

Nummer 2 war ein Schlafzimmer, ebenfalls schön möbliert, im Haus eines Millionärs (Multimillionärs?). Dieses Haus hatte ALLES. Über ein Musikzimmer bis hin zum Haus eigenen Fitnessstudio, und ein Fernsehzimmer mit einem Flachbildschirm, der größer war als die Bilder der meisten Beamer, war alles vorhanden. Alles in Mahagoni und Designermöbel. Der Nachteil war, dass mein Zimmer ziemlich klein war, keinen eigenen Schreibtisch besaß, und es ziemlich weit weg von Siemens war (~25 Minuten). Zwar wurde gesagt, dass ich das ganze Haus mitbenutzen könnte, aber mit drei lärmenden Kindern und noch einem weiteren Untermieter war mir das nicht ganz geheuer. Außerdem drängte sich mir irgendwie die Frage auf, warum jemand der so viel Geld zu haben scheint, sein Haus teilweise vermietet. Kosten nach harten Verhandlungen 750 Dollar pro Monat, all inklusive.

Nummer 3 war ein Zimmer im Keller des Hauses einer Familie von der der Mann ebenfalls bei Siemens arbeitet. Zum Keller gehört auch noch ein Fernseh- und Spielzimmer, das ich zwar nicht für mich alleine habe, dass aber nur selten von der Familie benutzt wird. Dafür kann ich hier hinter mir die Tür zu machen, bin in meinem eigenen kleinen Reich und hab meine Ruhe. So dachte ich mir das zumindest. Das Zimmer kostet 550 Dollar im Monat, Wäsche waschen muss ich extra bezahlen. Zu Siemens sind es von hier aus 12 Minuten.

Nummer 1 habe ich schnell gestrichen, zwischen 2 und 3 habe ich lange überlegt. Da ich aber nicht vor habe in meinem Zimmer mehr Zeit zu verbringen als unbedingt nötig, brauchte ich weder nen riesen Fernseher, noch Designermöbel. Nur wenn ich dann abends nach Hause komme, will ich meine Ruhe haben, und eine Tür zwischen mir und dem Rest der Welt wissen :) Ja…. genau. Das hörte sich mehr nach Kellerloch an, und genau das ist es jetzt auch geworden.

100% glücklich damit bin ich nicht, da man das Trampeln über mir ganz schön hört, hier alle Wasserleitungen vorbei laufen, und direkt vor meinem winzigen Fenster die Klimaanlage steht. Ergo, wenn die Familie im Haus zu Gange ist, hat man hier unten eben leider nicht seine Ruhe. Aber, da ich wie gesagt morgens früh aus dem Haus gehe, und Abends spät Heim komme, kann ich bis jetzt ganz gut damit leben. Die 200$ + Benzingeld, dass ich dadurch pro Monat spare, kann ich dafür in andere Highlights investieren.

Trotz dem ich hier mit der Familie eigentlich direkt zusammen lebe, haben wir sozusagen getrennte Haushalte. Wir essen getrennt, kaufen getrennt ein, und haben getrennte Kühlschränke (meiner steht in der Garage *g*). Die Herrin des Hauses scheint das so zu wollen, und da ich die Küche jederzeit benutzen darf wenn sie frei ist, ist das auch absolut OK für mich.

Ich bin echt froh, nicht im Auto oder in nem billigen Motel schlafen zu müssen, und ich bin auch drum rum gekommen einen Mietvertrag zu unterschreiben, und ich musste keine Möbel kaufen. Die Hauptziele hab ich damit also halbwegs erreicht, und für New Jersey Studenten Verhältnisse hab ichs glaube ich nicht total schlecht getroffen.

Hier noch ein paar Bilder von meinem neuen Kellerreich :)


(KEIN Kingsizebett. Und durch die Begrenzungen oben und vor allem unten für mich langes Elend eigentlich zu kurz :( )


(Meine Schreibtischniesche ist leicht abgetrennt vom Schlafbereich, hier kommt man durch den Durchgang hin, den man im ersten Bild sieht.)


New York, Rio, Tokio…

Juni 13, 2008

Objective complete: Erstes Drittel erfolgreich abgeschlossen ;)

Heute war es endlich soweit: Der erste richtige Tag New York. CDS International, die Organisation über die ich mein Visum erhalten habe, hat alle Neuankömmlinge für heute (10.06.) nach New York zu einem Orientierungsmeeting eingeladen. Das beste an der ganzen Sache ist, dass wir dafür von Siemens den ganzen Tag frei bekommen haben *GGG*.

Also ging es früh am Morgen los. Unser Zug ging um 8:01 Uhr von Princeton aus. Kurz nach 9:00 Uhr waren wir dann mitten drin. New York City Penn Station. CDS International hat seinen Sitz am United Nations Plaza, direkt gegenüber von den Vereinten Nationen.

Riesige Wolkenkratzer wo hin man schaut. Die Gebäude sind so hoch, dass unten auf der Straße fast keine Sonne mehr ankommt. Und das ist nicht nur in einer Straße so, ganz Manhattan sieht so aus. Die Stadt ist einfach gewaltig. Selbst als Berliner kam ich mir hier klein vor.

Das nächste was man sieht wenn man sich um schaut ist mit Sicherheit das:

In Manhattan ist zu jeder Tages- und Nachtzeit Rushhour. Es gibt nicht eine Straße, in der kein absolutes Verkehrschaos herrscht. Zu dem schlimmsten Zeiten des Tages, regeln hier immer, trotz funktionierender Ampeln, Cops vom NYPD den Verkehr. Damit überhaut noch was geht, verbieten die dann auch mal spontan das Rechts- oder Linksabbiegen an einer Kreuzung um den puren Durchsatz an Fahrzeugen zu erhöhen. Da die Straßen hier absolut rechtwinklig und gerade verlaufen, macht es auch keinen großen Sinn zu versuchen irgendwo schneller voran zu kommen. Man steht eh überall gleich im Stau.

Ich war sehr froh, dass ich mit der U-Bahn unterwegs war. Voll war die zwar auch, aber wenn man es erst mal in einen Wagon geschafft hat, dann merkt man, dass diese stark klimatisiert sind, dadurch bleibt die Luft dort drin erträglich.

Am United Nations Plaza angekommen, erwartete uns die erste Überraschung. Dass wir an eine noble Adresse geladen waren, war mir ja klar, aber dass CDS im Gebäude und auf dem Grund und Boden der Deutschen Botschaft residierte war mir neu. Wir mussten uns also durchleuchten lassen, und wurden dann in ein Gebäude geführt, das irgendwie zur Botschaft dazugehört, das sogenannte „German House“.

Das Meeting bestand aus einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einführung in die Regeln und Gesetze in den USA, die uns während unseres Aufenthaltes betreffen würden. Danach, ging es hinauf ins Dachrestaurant der Botschaft, um in schwindelerregender Höhe unseren Lunch einzunehmen. Die Aussicht von dort oben war schon ein echter Hingucker:

Nach dem Lunch, war das offizielle Programm beendet, und wir zogen los um New York zu erobern. Von den Vereinten Nationen, am Crysler Building vorbei führte uns unser Weg zum Rockefeller Center, der berühmten Einkaufspassage, und gleichzeitig einer der höchsten für die Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude New Yorks. Stolze 20 Dollar kostet die Fahrt nach oben ins 68 Stockwerk. Aber das war mir dann auch egal, sie hätten so ziemlich alles verlangen können, dieser Blick ist unbezahlbar! Manhattan at its best:


(Blick nach Norden über den Central Park)


(Blick zur Südspitze Manhattans, und Empire State Building)

Dann ging es weiter zum Time Square, dem wohl berühmtesten Platz New Yorks, Ecke 42th Street / Fifth Avenue. Soviel bunte Reklame, Werbetafeln, überfüllte Geschäfte und Lärm hab ich noch nie auf einem Haufen gesehen. Aber was thront natürlich unangefochten in die Mitte des Platzes…? Ja genau, ein Rekrutierungsbüro für die Amerikanischen Streitkräfte… typisch amerikanisch halt :) .

Von dort aus mit der U-Bahn zur Südspitze von Manhattan, zur Staten Island Ferry. Die Fähre ist mit einem normalen U-Bahn Ticket quasi kostenlos nutzbar, und fährt direkt an der Freiheitsstatue vorbei, und gewährt nebenbei noch willkommene Abkühlung durch den Fahrtwind auf dem Wasser. Heute waren hier nämlich teilweise wieder über 36 Grad.


(Südspitze Manhattans von der Staten Island Fähre aus)

Nach der kurzen Erholung auf See, hatte ich mich nun innerlich darauf gefasst gemacht, den Ort des ehemaligen World Trade Centers, den sogenannten „Ground Zero“ zu besuchen. Irgendwie war mir schon etwas mulmig zu Mute, ich weiß noch wie tief an diesem Tag der Schock über die Unglaublichkeit dieser Tat war. Dementsprechend erwartete ich irgendeine Art ruhiger, würdiger Trauerstäte.
Aber nein, nicht die Amerikaner. Da war nichts. Gar nichts. Außer einer lauten, riesigen, schmutzigen Baustelle. Nicht mal eine Art Gedenktafel. Nichts, was an das was passiert ist erinnert. Hätte ich nicht gedacht, dass hier so damit umgegangen wird. Anscheinend entspricht es eher der Mentalität hier eine solche Stätte nicht zu errichten, sondern gleich den sogenannten „Freedom Tower“ zu bauen, der 2012 an der Stelle des ehemaligen World Trade Centers stehen soll.


(Ground Zero)

Danach ging es zurück zur Penn Station und gen Heimat. Nach 12 Stunden auf den Beinen sein und über 6 Stunden davon durch die Gegend rennen war ich ziemlich geschafft. Zurück im Hotel habe ich dann durch die Nachrichten erfahren, dass kurz nach unserem Zug einige nachfolgende Züge gestrichen worden waren, da das schlimme Unwetter, was zur Zeit in anderen Teilen der USA für Überschwemmungen sorgt, wohl auch eine Sturmfront in Richtung New York geschickt hatte. Gott sei Dank war es aber dann doch nicht so schlimm wie befürchtet. Ein bisschen Regen und Gewitter, aber nichts gravierendes. Nochmal Glück gehabt.

Vielleicht fahre ich nächstes Wochenende gleich nochmal nach New York, denn es gibt noch viel mehr zu sehen…


Weekend Beaching

Juni 8, 2008

Das… das ist der Atlantik :) . Und zwar am Point Pleasant Beach. Da war ich heute *G*.

Nach einer arbeitsreichen Woche, stand nun mein erstes richtiges Wochenende ins Haus. Und natürlich wollte das gut genutzt sein. Eigentlich war mein Plan heute zum ersten Mal nach New York zu fahren. Aber… da machte mir wieder mal das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Aber nicht so wie ihr jetzt wahrscheinlich denkt… denn diesmal regnete es nicht, nein es war HEIß. Und ich meine richtig HEIß. 36 Grad im Schatten, Mittags teilweise sogar mehr. In der Sonne in der Stadt ist es teilweise schon wirklich unangenehm, so dass man gerne zurück ins klimatisierte Hotel geht. Aber das konnte es ja nun auch nicht sein.

Die Alternative wäre mal wieder noch ein paar Zimmer anschauen, aber… meine Mitinterns hatten den Plan gemacht zum Strand zu fahren, und dort einen chilligen Nachmittag zu verbringen. Manchmal muss man eben Prioritäten setzten. Also New York gestrichen. Wohnungssuche gestrichen. Sachen zusammen gesammelt und auf den Weg zum Beach gemacht. Das sind gute 100 Kilometer von Princeton aus, also etwas mehr als eine Autostunde.

Aber es hat sich gelohnt. Baywatch feeling pur :) . Zwar ist das Wasser noch etwas kühl, aber dafür gab es nette Wellen. Und es waren auch tatsächlich „Lifeguards on Duty“, die da auf ihren Hochsitzen hocken und aufpassen, dass keiner absäuft. Was in Baywatch leider glaube ich nicht gezeigt wurde, sind die 7,50$ mit denen wir die Rettungsschwimmer finanzieren „durften“, um den Strand zu besuchen. Ob das in Malibu auch so ist?

Um 17:30 Uhr haben die Rettungsschwimmer dann Feierabend, aber leider war es nicht Casey Jean („C. J.“) Parker (aka Pamela Anderson), die mich aus dem Wasser scheuchte, sondern ein unangenehmer Typ mit Trillerpfeife. Ohne die Rettungsschwimmer, ist das Baden dort nämlich untersagt :( .

Nach einem entspannten Tag am Strand, haben wir uns dann Abends nochmal in Princeton auf ein Bierchen getroffen. Alles in allem ein wirklich schöner Tag. Morgen (Sonntag), schaue ich mir Nachmittags den Uni Campus in Princton an.

Point Pleasant Beach: Größere Kartenansicht (Google Maps)


Schon eine Woche Amerika

Juni 8, 2008

Schon fast eine ganze Woche bin ich nun hier, und mir kommt es trotzdem so vor, als hätte ich noch nicht mal Zeit gehabt richtig Luft zu holen. Aber heute Abend (4.6.) regnet und stürmt es hier furchtbar, und zwar so schlimm, dass selbst die Schnellstraßen und Highways teilweise unter Wasser stehen.

Ich war noch unterwegs auf Wohnungssuche, aber auf dem Heimweg, dachte ich teilweise schon, dass mir gleich das Wasser zur Tür reinläuft im Auto. Deshalb sind alle weiteren Pläne für heute buchstäblich ins Wasser gefallen, und ich bin froh im Hotel bleiben zu können, und eine Auszeit zu nehmen.